Singgottesdienst am 4. Advent 18.12.16

Sind wir bei Trost?
Singgottesdienst am 4. Advent Sonntag,18. Dezemberum 10.00 Uhr in St. Matthäus

Licht und Dunkel bestimmen die Adventszeit. Dabei ist vielen die Erfahrung mit dem Licht, den Kerzen, den strahlenden Beleuchtungen lieber als das Dunkel. Dunkel: das bedeutet gut schlafen können, aber auch: ungemütlich sein, vielleicht auch Angst haben, den Weg nicht erkennen. Dunkelheit wirkt beschwerend, düster, drückend. Depression hat dunkle Züge, Dunkelheit hat depressive Züge. Mit dem Bild der Dunkelheit verbinden wir in unserer Sprache die Erfahrungen von Leid und Entbehrung oder wir nennen den Zustand der Welt dunkel. Aber in der Dunkelheit erfährt man deutlicher als sonst, was es heißt, ein Licht anzuzünden, in der Trostlosigkeit Trost zu finden. Die Hoffnung keimt auf in der Dunkelheit. Davon zeugen auch die Aussagen der biblischen Propheten und spiegeln sich wider in unseren Liedern.

„Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker – doch über dir geht auf der Herr“ (Jes 60, 2)
„Das Volk das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“ (Jes 9,1)
„Tröstet, tröstet mein Volk“ (Jes 40,1)
„Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt“ (Jochen Klepper)
„Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?“ „O klare Sonn, du schöner Stern“ (Friedrich Spee)
„… euer Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud“ (Michael Schirmer)
Und natürlich gehört dazu, dass Jesus in der dunklen Nacht geboren wird und dieses Ereignis dann die ganze Nacht erhellt.
Zusammen mit der Seebesgründer Dorfmusik unter Leitung von Dr. Hans Werner Hoffmann suchen wir im Singgottesdienst am 4. Advent das Licht in der Dunkelheit, den Trost für uns selber und die Welt.
Franz Peschke

Neues aus der Partnergemeinde Saransk

Zwei wichtige Personen
unserer Gemeindepartnerschaft

Nachruf auf Albina Beljaewa
Am 12.4.1932 im nordrussischen Archangelsk geboren, musste Albina schon als Kind mehrere jüngere Geschwister betreuen, weil ihre Mutter nach einem Unfall nur noch zwei Finger hatte. Kriegs- und Nachkriegsjahre waren hart.
Sie durfte aber seit 1950 in Moskau Germanistik studieren, wurde Lehrerin, heiratete den Marineoffizier Viktor Beljaew, zog mit ihm nach Wladiwostok am Pazifik und arbeitete dort, wie auch später in Kaliningrad je 17 Jahre als Deutschlehrerin für Marineoffiziere und wurde Mutter eines Sohnes. Nach ihrer Pensionierung arbeitete sie als Dorfschullehrerin und in ihrem Garten.
Die Öffnung des Kaliningrader Gebiets für Touristen 1991 bot ihr neue Möglichkeiten. So lernten wir sie als Reiseführerin kennen, freundeten uns mit ihr an und trafen sie jährlich wieder, 1994 auch mit unserer Gruppe, als sie uns durch das Museum auf der Kurischen Nehrung führte. Bei der Städtepartnerschaft ihres Wohnortes Selenogradsk mit Pinneberg begleitete sie als Dolmetscherin mehrmals Sportlergruppen und Delegationen zu Hamburgs Nachbarstadt.
Vor unserer ersten Gruppenreise 1996 in die Partnergemeinde Saransk luden wir sie ein, unsere Dolmetscherin zu sein. Vor dem ersten Taufgottesdienst im Forsthausgarten und auch vor den späteren schrieb sie fleißig und schön die russischen Urkunden, auch ihre eigene, und ließ sich von mir taufen. Sie wurde Mitglied der evang.-luth. Gemeinde ihres Wohnortes Zelenogradsk. Seitdem dolmetschte sie einfühlsam in fast jedem Jahr bei unseren Besuchen und Gottesdiensten in unserer Partnergemeinde Saransk und genoss bald das Vertrauen der dortigen Gemeindeglieder. Wir alten und jungen Heroldsberger erfreuten uns nicht nur an ihren hilfreichen Diensten, sondern auch an ihrem Humor, ihrer Sangesfreude und den Erzählungen aus ihrem bewegten Leben. Zwei Mal war sie bei uns zu Besuch, lernte so auch Heroldsberg kennen. Telefonisch waren wir regelmäßig in Kontakt.
Leider verschlimmerten sich in diesem Jahr ihre Herzprobleme. Als ihr auch das von Heroldsberger Spenden bezahlte Medikament nicht mehr half, und die Schmerzen zu schlimm wurden, wagte sie trotz ihres Alters (84) im August eine Bypassoperation, starb aber zwei Wochen später am 7.9. Meine Frau und ich konnten am Schluss unseres Saransk-Besuchs an ihrer Beerdigung teilnehmen. Wir und viele Heroldsberger werden sie nie vergessen.

Pastor W. Michelis 70 Jahre alt
Wladimir Adamowitsch Michelis wurde am 1.12.1946 als dritter Sohn eines 1941 nach Sibirien deportierten wolgadeutschen Ehepaars geboren. Die fromme Mutter betete und sang mit ihren Kindern innerhalb der Familie in deutscher Sprache; das prägte Wladimir als jüngsten Sohn sehr nachhaltig.
Schulzeit und Lehrerstudium erlebte er in der Millionenstadt Kujbyschew (heute wie- der Samara) an der Wolga. Neben seinen Pflichten trieb er, vom Körperbau dafür besonders geeignet, ganzjährig erfolgreich Langlauf. Im August 1970 kam er ins Kaliningrad-Gebiet, arbeitete zuerst als Lehrer, dann, um Anrecht auf eine Wohnung zu bekommen, in einem großen Metallbetrieb, und wurde bald ein wichtiger Sportorganisator in der Region und dem Gebiet. Im strengen Atheismus der Sowjetunion hatte er den christlichen Glauben nur für sich und durch Bibellektüre lebendig halten können. Als aber nach der Öffnung des Gebietes seit 1991 deutsche Pfarrer zu Aufbau und Versorgung evangelischer Gemeinden kamen, wurde Wladimir für sie ein notwendiger und sehr qualifizierter Dolmetscher. Bei diesem Dienst, in intensiven Gesprächen mit den Pfarrern und durch Lektüre theologischer Bücher bildete er sich in den nächsten 6 Jahren theologisch so weit, dass er 1997 durch Erzbischof Prof. Dr. Kretschmar zum Prediger gesegnet und erster russischer Geistlicher im Gebiet wurde. 2002 ordinierte ihn Bischof Springer zum Pastor für die Versorgung mehrerer Gemeinden, darunter auch unserer Partnergemeinde. Er war Dolmetscher bei Synoden in Kaliningrad und in Moskau, Berichterstatter bei kirchlichen Gremien in Deutschland, vertritt noch zeitweise den Propst.
Seit mehreren Jahren betreut er außer Saransk noch zwei andere Gemeinden auf Honorarbasis, um seine kleine Rente aufzubessern. Wir sind dankbar für seinen Dienst und die Freundschaft mit ihm. Für sein begonnenes neue Jahrzehnt wünschen wir ihm Gottes Segen in seinem Dienst und privat mit seiner Frau Natascha in Tschernjachowsk / Insterburg.
Klaus Plorin

Seniorennachmittage 16.12.16 und 13.1.17

Herzliche Einladung zum Seniorennachmittag

Freitag, 16.12. um 14.30 Uhr im GZ
Herr Singer singt im Advent!
„Weihnachten steht vor der Tür“

Freitag, 13.01. um 14.30 Uhr im GZ
Mein Leben – eine Pilgerreise mit Frau Pöllinger

Auf Ihr Kommen freuen wir uns sehr!
Ihr Mitarbeiter-Team des Seniorenkreises

Konzert der Kulturfreunde 30.12.16

Festliche Musik zum Jahresausklang

Freitag, 30. Dezember um 20.00 Uhr in St. Matthäus

Irene Kurka, Sopran – Erich Staab, Orgel
Musik von Hildegard von Bingen, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart
Die Sopranistin Irene Kurka und der Organist Erich Staab präsentieren in dem Konzert zum Jahreswechsel festliche Musik aus dem Mittelalter, Barock und der Klassik.

Vorverkauf: 14 Euro, Mitglieder: 12 Euro, ermäßigt: 10 Euro
Sonnen-Apotheke, Hauptstr. 71, Heroldsberg, Tel.: 0911/518 08 86
Abendkasse: 15 Euro, 13 Euro, 10 Euro

Gospeladvent Sonntag, 11.12.16

Gospeladvent Sonntag, 11. Dezember um 17.00 Uhr in St. Matthäus

„Come let us sing!“
heißt es, wenn wir Unity Singers unter der Leitung von Andreas Schmidt Euch wieder zum Gospeln und Grooven, Mitsingen, Klatschen und Schnipsen einladen. Unterstützt werden wir dabei von Schlagzeuger Jürgen Behr und Peter Grässler am Piano.
Wir freuen uns darauf, Euch und Eure Familie und Freunde bei unserem Konzert begrüßen zu dürfen!
Eintritt frei

MINI-GOTTESDIENST 11.12.16 und 8.1.17

MINI-GOTTESDIENST
für kleine (und große) Leute!

Biblische Geschichten erleben, singen und munter Gottesdienst feiern. Der Gottesdienst für die Kleinsten und ihre Familien findet
am Sonntag, 11.12.2016 und 08.01.2017 jeweils um 10.30 Uhr im evang. Gemeindezentrum statt.

Anschließend gibt es bei Kaffee, Getränken und Plätzchen noch Zeit zur Begegnung und zum Austausch. Herzliche Einladung!
Mini-Gottesdienst-Team, Infos bei Andrea Melzl, Tel.: 733 09 52

58. Aktion „Brot für die Welt“

Aufruf zur 58. Aktion Brot für die Welt
Satt ist nicht genug!
Zukunft braucht gesunde Ernährung – auf dem Land und in der Stadt!

Bis 2050 werden drei von vier Menschen in Städten leben. Besonders auf der Südhalbkugel zieht es sie vom Land in die Stadt – in der Hoffnung, dort Arbeit und ein besseres Leben zu finden.

Als Kleinbauernfamilien konnten sie selbst anbauen, was sie zum Leben brauchten. Nun endet ihr Traum oft im Slum. Mittel- und arbeitslos müssen sie sich von dem ernähren, was sie nur irgend ergattern können – und sei es auf Müllhalden. Von ausreichender und gesunder Ernährung kann nicht die Rede sein. Das gilt auch für die, die es geschafft haben, einen Billiglohnjob zu bekommen, der sie 12-14 Stunden am Tag von zuhause fern hält. Fettes, süßes Junkfood und Billigkonserven stillen den Hunger von Slumbewohnern weltweit. Aber nicht ihren Bedarf an vielfältigen Vitaminen und Mineralien: notwendige Treibstoffe fürs Leben fehlen ihnen.
Mehr als zwei Milliarden Menschen sind wegen Mangelernährung anfälliger für Krankheiten und weniger leistungsfähig. Kinder sind deswegen in ihrer Entwicklung massiv beeinträchtigt, körperlich und geistig. Jedes vierte ist zu klein für sein Alter. Millionen, die jedes Jahr von mangelernährten Müttern geboren werden, haben Hirnschäden. Mangel zeichnet Kinder fürs Leben. Mangelernährung behindert Entwicklung und Lernen ebenso wie Hunger. Satt ist nicht genug.

Brot für die Welt möchte Chancen auf Entwicklung von Gesellschaften und Einzelnen stärken helfen. Ein Grundstein dafür ist, sich ausreichend, gesund und vielfältig ernähren zu können. Der dauerhafte Zugang zu einem vielfältigen Angebot gesunder Nahrungsmittel ist Voraussetzung dafür. Deshalb unterstützen wir Bauern im Süden dabei, nachhaltig zu produzieren und Vielfalt anzubauen. Und wir verhelfen Kindern zu guter Nahrung, die sie stark macht.
Zum Beispiel im Süden Brasiliens: Kinder aus armen Familien bekommen mit unserer Hilfe in Schulen und Kindergärten eine nahrhafte Mahlzeit – zubereitet aus einer Vielfalt von Nahrungsmitteln frisch vom Feld. Kleinbauern aus dem Umland liefern sie und haben dadurch einen garantierten regelmäßigen Absatz für ihre Produkte – unabhängig von Zwischenhändlern und Supermärkten. Das steigert und sichert ihr Einkommen und ernährt auch ihre eigene Familie gesund. Dazu hilft ihnen auch Beratung in nachhaltigen und ökologischen Anbaumethoden, die sie von teuren Dünge- und Pflanzenschutzmitteln unabhängig macht. Und die Kinder lernen von klein auf, was in ihrer Umgebung produziert wird.
All das erhält Wissen, regionale Kultur und die Vielfalt der reichen Gaben Gottes – und damit die Aussicht auf eine gute Zukunft Aller vor Ort. Unterstützen Sie uns mit Ihrem Gebet und Ihrer Spende dabei, dies wahr werden zu lassen – mit Gottes Hilfe. Gott „will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“, heißt es bei Timotheus (1,2.4).
Satt ist nicht genug! Zukunft braucht gesunde Ernährung – auf dem Land und in der Stadt!

Draußentage für Kinder 13.12.16 und 10.1.17

Hallo Kinder,
einmal im Monat jeweils dienstags erkunden wir zusammen Wald, Feld und Wiese. Dort werden wir zusammen Spiele machen, ein Waldsofa bauen, den Wald verzaubern oder oder oder ….

Eingeladen sind alle Kinder von 5 bis 10 Jahren.
Wir treffen uns um 15.45 Uhr am Gemeindezentrum und kommen um 17.45 Uhr wieder zurück.
Bitte tragt dem Wetter angemessene Kleidung.

Nächste Termine: 13.12.2016 und 10.01.2017

Ich freue mich auf euer Kommen. Steffi Horn (Tel.: 0911 5690990)

Rückblick – Interkulturelle Woche

Interkulturelle Woche in Heroldsberg

Die erste interkulturelle Woche in Heroldsberg war aus meiner Sicht ein voller Erfolg.
Es war eine Woche, die Menschen zusammengeführt und bewegt hat. Sie war zwar mit heißer Nadel gestrickt, also in kürzester Zeit organisiert, wurde aber mit viel Freude, Lust und Leidenschaft durchgeführt.

Ich danke allen, die diese Woche zu einem Erfolg haben werden lassen:
Allen Engagierten aus der Flüchtlingshilfe Heroldsberg, den Flüchtlingen vor Ort, der Grundschule Heroldsberg, dem TUSPO-Heroldsberg, den Unity-Singers, dem Vier-Schlösser-Blasorchester und vielen weiteren Personen die ihre Ideen, ihre Zeit oder ihre Arbeitskraft eingesetzt haben – oft auch alles miteinander.
Wir haben eine Brücke geschlagen nach Russland, ins Königsberger Gebiet, zur Partnergemeinde von St. Matthäus, im Gospelgottesdienst wurde deutlich wie vielfältig unsere Nachbarschaft ist, das ge- meinsame Musizieren von Vier-Schlösser-Blasorchester und einer Gruppe syrischer Musiker war sehr lebendig und hat uns bereichert, das Frauenkaffee war übervoll und hofft auf Wiederholungen, beim Fußballspiel begegneten sich spielend Jung und Alt, genussvoll war das Kochen, voller Tiefe und Humor der Filmabend und leidenschaftlich der syrische Tanz, bis hin zur beeindruckend gesungenen Sure über Marias Empfängnis und der Geburt Jesu in St. Matthäus.
Wir haben gemerkt, wie verschieden wir sind, zugleich aber auch, dass diese Verschiedenheit prickelnd und interessant ist. Sie ruft Fragen hervor, Befremden und Erstaunen, aber auch Freundschaft und Verständnis, und gerade deshalb braucht es die Begegnung.
Ich würde mich freuen, wenn wir im kom- menden Jahr wieder zur Interkulturellen Woche einladen könnten!
Klaus Firnschild-Steuer, Pfarrer