Nachrichten aus Saransk

Nikodemus Redler gestorben
Telefonisch erfuhr ich durch Pastor Michelis Ende Juni die traurige Nachricht, dass Nikodemus Redler in Stadtallendorf / Hessen gestorben ist.
Er war wohl schon länger krank; denn ich erreichte ihn seit Monaten nicht mehr, weder in Hessen noch in seinem Haus am Rande von Polessk, wo er die meiste zeit des Jahres verbrachte, weil er dort die Freiheit und Weite der Landschaft erleben konnte.
Der bescheidene, freundliche Russlanddeutsche hatte Anfang der 90er Jahre nach der Auswanderung aus Kasachstan und kurzem Aufenthalt in Deutschland zusammen mit seiner Schwester am Rand der Kreisstadt Polessk (früheres Labiau) eigenhändig zwei zweigeschossige Häuser erbaut. Von 1999 bis 2014 bekamen wir dort mit unseren Gruppen endlich ein brauchbares Quartier mit guter Verpflegung durch seine Wirtschafterin. Unsere jüngeren Reiseteilnehmer fanden schlichtere und billigere Schlafplätze im großen Dachgeschossraum der Garage.
Nikodemus wich mit Frau und Kindern in die Saunaräume aus, um für uns Platz zu machen. Am Badesee baute er uns einen Steg zum leichteren Ein- und Ausstieg. Unvergesslich, wie Nikodemus unsere Gruppe einmal im selbst gebauten Motorboot auf Deimefluss und Friedrichsgraben zu einem Picknick weit hinaus fuhr. Er hat als hilfreicher Gastgeber viel zum äußeren Gelingen vieler unserer Partnerschaftsreisen beigetragen.
Seit 2015 ist uns Ausländern das Wohnen bei Privatleuten verboten. Wir übernacheten seitdem im Hotel Forsthaus in Sosnowka, blieben aber mit Nikodemus in telefonischer Verbindung. Nun fehlt uns dort schon wieder ein vertrauter Bekannter.

Sorgen um chronisch Kranke
Bei Valerij Koslow in Nachimowo hat sich seine Nierenschwäche so sehr verschlimmert, dass er nun wöchentlich viermal zur Dialyse muss, die nur im Gebietskrankenhaus in Kaliningrad (ca. 60 km entfernt) möglich ist, wohin ihn treusorgend seine liebevolle Schwiegertochter fährt. Spenden aus Heroldsberg decken die Behandlungskosten ab. Wie lange kann er sich daheim noch an seinen drei Enkelbuben freuen, die er kaum noch erkennen kann, weil auch seine Augen immer mehr versagen?

Die trotz allem humorvolle Ljuba Koslowa und ihr Mann, der sangesfreudige Anatolij Koslow in Saransk müssen we- gen ihrer chronischen Herz- und Diabeteskrankheiten immer wieder zur Behandlung ins Kreiskrankenhaus in Polessk; eine endgültige Heilung ist nicht mehr möglich.
Bei Wolodja, dem Sohn von Irina Komorowa in Druschnoje, macht sich der schon lange behandelte und überwunden geglaubte Krebs leider wieder bemerkbar. Welche Art der Behandlung könnte dauerhaft helfen?

Zu viert in die Partnergemeinde
In unsere Partnergemeinde Saransk fahren wir Anfang September zu viert. Denn Hansjörg Bosch (zum 3. Mal seit 1996) und seine Frau Maria (zum 2. Mal nach 2014) begleiten meine Frau und mich erfreulicherweise. Am Montag, 2. September, wollen wir nachmittags in der Wohnküche von Wera Frisen einen Gottesdienst feiern. Meine Predigt wird Pastor Michelis gleich ins Russische übersetzen; denn Ausländer dürfen in Russland nicht mehr predigen; die deutsche Fassung lesen wir Deutschen still vom Blatt; so wird das Verbot umgangen. Lieder werden wir zusammen zweisprachig aus dem russisch-deutschen Gesangbuch singen.
Bei unseren Besuchen der Familien können wir mit Stoffen, Strickwollen, gut erhaltener Bettwäsche und Handtüchern Freude bereiten.

Wir danken Ihnen für jede Unterstützung der Partnerschaftsarbeit.

Im 25. Jahr unserer Gemeindepartne schaft feiern wir den Heroldsberger Saransk-Gottesdienst am 20. Oktober in der St. Matthäuskirche.
Dazu laden wir Sie schon heute herzlich ein.
Mit guten Wünschen grüßt Sie freundlich Klaus Plorin

Der Besuchsdienstkreis sucht neue Mitarbeiter*innen

Wenn die Kirche nach Hause kommt
Der Besuchsdienstkreis sucht neue Mitarbeiter*innen

Als Christen sind wir zum diakonischen Handeln aufgerufen. Während zu den meisten Gruppen der Gemeinde in kirchliche Räume eingeladen wird, machen sich die Mitarbeiter*innen im Besuchsdienst auf den Weg. Wir greifen die Aufforderung Jesu auf, hinzugehen und die Menschen dort zu suchen, wo sie zuhause sind.
Durch den Besuchsdienst werden Gemeindeglieder ab dem 76. Lebensjahr zu den Geburtstagen besucht. Die Mitarbeiter*innen überbringen die Glück- und Segenswünsche der Kirchengemeinde
an diesem besonderen Tag im Jahr. Ihr Anliegen ist es, den älteren Gemeindegliedern zu vermitteln, dass Kirche – und damit Jesus Christus – sie nicht allein lässt.
Wenn Sie Interesse haben und Ihnen dieser Dienst Freude machen würde, dann melden Sie sich doch bei: Pfr.in Andrea Melzl (Tel. 7330952) oder Pfr.in Cornelia Auers (Tel. 5180659).

Herzliche Grüße Ihre Pfarrerinnen
Andrea Melzl und Cornelia Auers

Ökum. Kirchweihgottesdienst 22.9.19 im Festtzelt

Herzliche Einladung zum Ökumenischen Kirchweihgottesdienst
Sonntag, 22. September um 10.00 Uhr im Festzelt am Festplatz!

Vor dem Gottesdienst treffen wir uns um 9.30 Uhr zu einer Kurzandacht in der St. Matthäus Kirche, um dann in einem langen Festzug zum Festzelt zu laufen.
Besonders schön ist es, dass die örtlichen Vereine mit ihren Fahnen sowie die Blasmusik am Festzug teilnehmen. Kommen Sie und laufen Sie mit! So wird deutlich, dass der Ursprung des Kirchweihfestes die Weihe der Kirche ist!
Auch die Kinder, die am Kindergottesdienst teilnehmen wollen, dürfen natürlich beim Festzug mitlaufen! Das ist sicher etwas ganz besonderes für sie! Also nichts wie hin!
Parallel zum Gottesdienst im Festzelt findet dann der Kindergottesdienst statt.

Konzert Fränkischer Sommer

am Samstag, 10. August um 19.00 Uhr in St. Matthäus

unter dem Motto: AMOR y PASION

Lieder, Arien und Klaviermusik von Manuel de Falla, Joachim Turina, García Lorca, Ruperto Chapí, Francisco Barbieri, José Serrano, Enrique Granados, Federico Mompou, Fernando Obradors und Maurice Ravel

Liebe und Leidenschaft, verheißungsvoller Titel eines Liederabends mit Musik aus be- rühmten spanischen Liederzyklen und zarzuelas – temperamentvoll-sinnlich, bitter-süß und manchmal todtraurig.

Maria Mirante Mezzosopran, Paul Beynet Klavier

Weitere Infos finden Sie auf: www.fraenkischer-sommer.de/konzerte.aspx

Sommerserenade mit dem Streichquintett Con Fuoco

am Sonntag, 28. Juli 2019, 18.00 Uhr in St. Matthäus.

Aufgeführt werden: Französische Kammermusik, Streichquartett Claude Debussy No.1, Erstaufführung „Une barque sur l`ocean“ ,Ravel / Felgenhauer

Violine                  Celine Wilke und Matthias Merzbacher

Viola                      Volker Felgenhauer und Jakub Horacek

Violoncello         Sibylle Geisler