Umweltleitlinien für St. Matthäus Heroldsberg

Präambel

„Zum Christsein gehört die Verantwortung für die Schöpfung. Wir kennen Gottes
Auftrag: Macht euch die Erde untertan, (1. Mose 1, 28). Das kann nicht heißen: Macht
mit der Schöpfung, was ihr wollt. Gott hat uns die Erde anvertraut, damit wir sie für
künftige Generationen von Menschen, Tieren und Pflanzen bebauen und bewahren. (1.
Mose 2, 15)“
(aus der Botschaft der Landessynode Gunzenhausen 1989)

Umwelt- und Klimaarbeit in der Evangelischen Kirche bedeutet deshalb zuerst das
Bekenntnis zu Gott und zur Schöpfung zu vertiefen und eine Ethik der Nachhaltigkeit zu
entfalten.
(Auszug aus der Ordnung für die Umwelt– und Klimaarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern)

1. Wir nehmen Rücksicht auf das Lebensrecht zukünftiger Generationen

Im Wissen um die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme verpflichten wir uns dem Prinzip der Nachhaltigkeit, um die Lebensgrundlagen für die Zukunft zu erhalten.

Wir verstehen darunter, dass das Umwelthandeln unserer Gemeinde die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen berücksichtigt und dieser Herausforderung auf lokaler Ebene gerecht wird.

Wir wissen um die untereinander bestehenden Wechselbeziehungen, verstehen uns als Teil dieses Systems und wollen unseren Teil dazu beitragen, im Sinne unserer Ziele eine positive Veränderung herbeizuführen.

2. Wir gehen davon aus, dass durch langfristiges Denken und Handeln die Umweltschutzmaßnahmen mit der Wirtschaftlichkeit vereinbar sind

Wir suchen bei unseren Vorhaben die Wege, welche die Umwelt am wenigsten belasten. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Durch den schonenden und bewussten Umgang mit Rohstoffen, Energie und Konsumgütern vermeiden und verringern wir Belastungen und Gefahren für die Umwelt.

Wir suchen nach Konzepten, Modellen und technischen Realisierungen, Umweltschutz wirtschaftlich zu gestalten. Bei unseren Entscheidungen berücksichtigen wir die voraussehbare Entwicklung der Energiekosten sowie Kosten, welche aus Umweltschäden resultieren.

Wir bevorzugen Konsumgüter, die unter Einhaltung sozialer Standards und fairem Handel produziert werden, deren Vermarktungswege möglichst kurz sind und die Wiederverwertbarkeit der Materialien ermöglichen.

3. Wir wollen den Nachhaltigkeitsgedanken tiefer in unserer Kirchengemeinde verankern

Wir wollen das Umweltbewusstsein und die Verpflichtung zum nachhaltigen Handeln in unserer Gemeinde bzw. bei unseren Gemeindemitgliedern verankern und bewusstmachen.

Wir wollen zeitnah über unsere Umweltaktivitäten informieren und die Umweltleitlinien öffentlich machen. Wir suchen den Dialog mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, beziehen sie aktiv in Umweltfragen mit ein und sind offen für Kritik und Anregungen.

4. Die Kirchengemeinde St. Matthäus Heroldsberg fördert das Umweltmanagement, die Umsetzung dieser Leitlinien und tauscht Erfahrungen darüber mit Anderen aus

Wir nehmen teil am Umweltaudit, vereinbaren ein Umweltprogramm und erstellen eine Umweltbilanz. Wir überprüfen regelmäßig unsere Umweltschutzaktivitäten mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung. Im Prozess unseres Umweltaudits verstehen wir uns als Teil einer weltweiten ökologischen Lerngemeinschaft und nutzen damit die Chance, etwas zu bewegen und dauerhaft zum Besseren zu verändern.

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