Umweltteam

Umweltleitlinien

Die Umweltleitlinien beschreiben in einem allgemein gehaltenen Rahmen die Ziele der Umweltarbeit unserer Gemeinde. Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung vom 13. Februar 2012 die Umweltleitlinien verabschiedet. Sie bilden die Basis für unsere weitere Arbeit.


Die Umwelterklärung unserer Kirchengemeinde

Am 18. Juli 2016 hat der Kirchenvorstand das Umweltprogramm beschlossen. Gleichzeitig fand die Überprüfung durch einen externen Auditor statt.

Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: die erfolgreiche Zertifizierung!

Mit dem Zertifikat macht die Kirchengemeinde auch nach außen hin sichtbar, daß wir das geprüfte kirchliche Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ eingeführt haben.

Die Umwelterklärung können Sie hier einsehen.

 

Anlässlich der  Kirchenvorstandswahl

Die Fragen des Umweltteams an die Kanditaten:

Liebe Kandidatin, lieber Kandidat,

 wir vom Umweltteam engagieren uns besonders für die Bewahrung der Schöpfung.

Dazu haben wir im Rahmen der Zertifizierung zum Grünen Gockel Leitlinien erarbeitet:

 http://heroldsberg-evangelisch.de/umweltteam/umweltleitlinien/

Seit der Zertifizierung im Juli 2015 haben wir auch neue Projekte und Ideen in Angriff genommen. So weiten wir zum Beispiel das Thema Öffentlichkeitsarbeit auf die gesamte Kirchengemeinde in Form von jährlichen Informationsabenden aus. Auf unseren Vorschlag hin wurde der Gasanbieter gewechselt, die Kirchengemeinde bezieht das Gas nun von Naturstrom mit Biogasanteil aus Rest- und Abfallstoffen. Der Weltladenverkauf wurde neu belebt.

Wir arbeiten mit dem Kirchenvorstand zusammen. Als eventuell zukünftiges Mitglied des Kirchenvorstandes möchten wir Ihnen gern ein paar Fragen stellen und sind auf Ihre Antworten gespannt.

  • Welcher Punkt aus unseren Umweltleitlinien liegt Ihnen besonders am Herzen?
  • Welche Punkte fehlen Ihnen und würden Sie gern ergänzen?
  • Haben Sie diesbezüglich Ideen für konkrete Maßnahmen in unserer Gemeinde?

Wir bedanken uns jetzt schon für die Unterstützung und freuen uns über Ihre Antwort bis zum 24. September an elisabeth@somper.com.

Die Antworten werden wir auf der Homepage unter der Rubrik: http://heroldsberg-evangelisch.de/umweltteam/ veröffentlichen.

Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit und grüßen herzlich

Das Umweltteam

Die Antworten:

Antwort von Gisela Bauer

Hallo Frau Somper,

gerne unterstütze ich unser Umweltteam.

Ich bin sehr froh, dass es bei uns den Grünen Gockel gibt und schätze die engagierte Arbeit des Teams.

Gerne beantworte ich Ihre Fragen:

  • Welcher Punkt aus unseren Umweltleitlinien liegt Ihnen besonders am Herzen?

Ich habe mir Ihre Richtlinien nochmals angesehen und ich finde alle sehr wichtig und möchte keine davon missen.

1. Wir nehmen Rücksicht auf das Lebensrecht zukünftiger Generationen

2. Wir gehen davon aus, dass durch langfristiges Denken und Handeln die Umweltschutzmaßnahmen mit der Wirtschaftlichkeit vereinbar sind

3. Wir wollen den Nachhaltigkeitsgedanken tiefer in unserer Kirchengemeinde verankern

4. Die Kirchengemeinde St. Matthäus Heroldsberg fördert das Umweltmanagement, die Umsetzung dieser Leitlinien und tauscht Erfahrungen darüber mit Anderen aus.

Ihre Richtlinien nehmen den Auftrag, den wir als Christen haben auf, unsere Welt zu bewahren und setzen dies auch um.

Mich spricht insbesondere Punkt 3 an, da ich dabei als Gemeindemitglied direkt in den Genuss Ihrer Arbeit komme.

Gerne denke ich an den Vortrag zum Thema regionale und faire Produkte. Die Impulse wirken immer noch nach und ich kaufe bewusster ein.

Ihre Arbeit fördert die Gemeinschaft in unserer Gemeinde, schont Ressourcen und schützt unsere Umwelt.

Zudem finde ich den kritischen Blick auf den Energieverbrauch und die damit verbundene aufwändige und akribische Aufzeichnung sehr gut und schätze die Anregungen, die in den KV eingebracht werden (z.B. anteilig auf Biogas umzusteigen, Außenbeleuchtung der Kirche reduzieren)

Auch die im Arbeitsalltag aufgenommenen Anregungen begrüße ich sehr. Es ist sehr gut, dass bewusster mit Reinigungsmitteln, Streugut und Dünger umgegangen wird.

Gerade in Bereichen, die jeder einzelne auch beeinflussen kann, können wir etwas für unsere Umwelt tun, bzw. vermeiden, dass unnötiger Schaden entsteht.

  • Welche Punkte fehlen Ihnen und würden Sie gern ergänzen?

Ich wüsste keinen Punkt, der ergänzt werden müsste. Die Richtlinien sind ja auch weitgreifend gefasst.

  • Haben Sie diesbezüglich Ideen für konkrete Maßnahmen in unserer Gemeinde?

Gerne weitere Vorträge. (evtl. Tipps zur Vermeidung von Kunststoffen, alternative Reinigungsmittel oder natürliches Gärtnern)

Soweit dies bei allem, was unser Umweltteam leistet noch zusätzlich möglich ist.

Ich wünsche dem gesamten Team weiterhin viel Freude bei dem engagierten Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Bauer

 

Antwort von Verena Fröhlich

Liebes Umweltteam,

hier meine Antwort auf Ihre Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstands-wahl:

Besonders am Herzen liegt mir aus den Umweltleitlinien der Punkt „Wir gehen davon aus, dass durch langfristiges Denken und Handeln die Umweltschutzmaßnahmen mit der Wirtschaftlichkeit vereinbar sind“, da ich der Meinung bin, dass mit genügend Bemühungen auch auf den ersten Blick vielleicht unvereinbare Dinge sich auf längere Sicht nicht ausschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Verena Fröhlich

 

Antwort von Angelika Grahn

Liebes Umweltteam,

da ich privat wie beruflich viel mit Kindern zu tun habe, liegt mir Punkt 1 der Leitlinien, die Rücksichtnahme auf das Lebensrecht künftiger Generationen,  besonders am Herzen.

Einerseits ist es wichtig, unser eigenes Verhalten zu überdenken und entsprechend zu verändern.

Andererseits ist es ebenso wichtig, die künftigen Generationen, also Kinder und Jugendliche, sensibel zu machen für einen bewussten Umgang mit der Welt, in der sie leben. 

Für beide Punkte sind mir einige konkrete Aktionen eingefallen:

Warum nicht mal einen „Familienausflug“ zum Thema „Wir machen sauber“? Auf den Wegen und Plätzen, Spielplätzen und Wiesen, Wäldern und Feldern in und um Heroldsberg findet sich bestimmt einiges an Müll, der dort nicht hingehört.

„Heroldsberg läuft“ – Kann ich meine Alltagswege vor Ort nicht auch ohne Auto schaffen? Einkaufen, Kirchgang, Schwimmbad, Brötchen holen, … Bewegung, Spritsparen und auch keinen Parkplatz finden müssen!

In einem Apfeljahr wie diesem könnte eine gemeinsame Saftpressaktion stattfinden. Fallobst sammeln (vielleicht auch in Privatgärten nach ‚Bestellung‘), mobile Presse bestellen, Saft pressen und dann verkaufen.

Insektenhotels, Fledermaus- und Vogelkästen bauen, aufstellen und, z.B. beim Adventsmarkt, verkaufen

Weitere Aktionen, z.B. zu Erntedank, mit der ortsansässigen Landwirtschaft: Kartoffelfeuer, Verkostungen, Kochkurse, …

Schmetterlingswiese mit Streuobstbäumen rund um die Kirche anlegen – und auch im neuen Gemeindezentrum solche Dinge einplanen

regelmäßige Aktionen, die hier vor Ort stattfinden und als Treffen genutzt werden: Filmabende mit Filmen zu Umweltthemen, Kunstaktionen wie z.B. Landart, Bastelaktionen (z.B. Insektenhotels), Musikabende zum Mitmachen, …

Viele Grüße

Geli Grahn

Antwort von Friedhelm Heinke

Hallo liebes Umweltteam,

da ich mich schon über einen längeren Zeitraum in der Kirchengemeinde einbringe, sind mir auch die Anfänge der Aktion „Grüner Gockel“ noch gut im Gedächtnis und somit auch die Inhalte und Ziele. Besonders am Herzen liegt mir der 2. Punkt aus den Umweltleitlinien „Wir gehen davon aus, dass durch langfristiges Denken und Handeln die Umweltschutzmaßnahmen mit der Wirtschaftlichkeit vereinbar sind.“
Hier wird die Nachhaltigkeit und langfristiges Denken mit dem wirtschaftlich vereinbaren als Gegensatz zusammengefügt. Ich finde es sehr gut, auch in kleineren Schritten zu denken bzw. Maßnahmen umzusetzen, aber auch beharrlich an größeren Punkten mitzugestallten. Hier schätze ich eure bislang geleistete Arbeit sehr und freue mich über jeden kleinen Erfolg.
Einen Punkt der mir fehlt ist mir nicht eingefallen, die formulierten Leitlinien sind ja auch absichtlich sehr allgemein gefasst.
Wünschen würde ich mir noch einen engeren Zusammenschluss des Umweltteams zum Kirchenvorstand, gerade in Bezug auf die Veränderungen in der Gemeinde (Wegfall des Kindergartens, Bau eines neuen Gemeindehauses …). Ich denke, da gibt es viele Punkte, die eueren kritischen Blick in Bezug auf den Punkt „Nachhaltigkeit“ bedürfen.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit gerne nutzen, um mich einmal ganz herzlich für eueren Einsatz im Umweltteam zu bedanken. Wir können als Kirchengemeinde wirklich stolz sein, so einen engagiertes Umweltteam zu haben.

Herzliche Grüße
Friedhelm Heinke

 

Antwort von Kerstin Kellner

Hallo Frau Somper, liebes Umweltteam,

es ist schwer zu sagen, welcher Punkt der Umweltleitlinien für mich der wichtigste ist.

Ich finde es sehr wichtig, dass es die Leitlinien und auch das Umweltteam überhaupt gibt.

Gerade in unserer Zeit ist es besonders wichtig unsere Umwelt zu schützen und

darauf zu achten, dass auch die nachfolgenden Generationen noch eine gute Lebensgrundlage

haben.

Es ist gut, dass es ein Team gibt, das dem Kirchenvorstand sozusagen „auf die Finger schaut“.

Manchmal gerät der Umweltgedanke zu sehr in den Hintergrund und dann braucht es eine

Stimme, die dies wieder geraderückt. Da dies nicht nur im Kirchenvorstand der Fall ist,

sondern ein sehr weit verbreitetes Problem ist, sind die Veranstaltungen des Umweltteams

für unsere Gemeindglieder sehr wertvoll. Sie erinnern die Menschen an Werte und Verpflichtungen

unserer Umwelt gegenüber.

Ich möchte weiterhin die Arbeit des Umweltteams unterstützen, wenn dies auch nur in der Teilnahme

bei Veranstaltungen oder durch Beschlüsse im Kirchenvorstand geschieht, da mir für mehr die Zeit leider

fehlt.

Viele Grüße und ein herzliches Dankeschön für Ihr Engagement im Umweltteam!

Kerstin Kellner

 

Antwort von Simone Kunert-Kamusin

Liebe Frau Somper, liebes Umwelt/grüne Gockel Team,

vor einigen Jahren konnten wir mit dem Begriff „grüne Gockel“ im Kindergarten kaum etwas anfangen. Auch der Fragebogen hierfür war damals nicht einfach auszufüllen. Dennoch brachte er Einiges ins Rollen-…

Umweltschutz beginnt für uns im wahrsten Sinne des Wortes im bzw mit dem Kleinsten. Natürlich setzen wir diesen Bildungsauftrag im täglichen Tun mit den Kindern um. Walderlebnistage gehören für uns ebenfalls zum Erlernen, die Schöpfung zu verstehen und zu bewahren. Aber auch für uns als Team oder Elternbeirat ist dies ein wichtiges Anliegen. Die besonders großen Schritte/Projekte (Kräutergarten/ urban gardening…) konnten wir bislang noch nicht gehen- aber für keinen ist die Begrifflichkeit „denkt an den grünen Gockel“ mehr fremd und ruft deshalb immer wieder zum Nachdenken und Überprüfen auf- sei es bei Festen und Feiern z.B. genau hinzuschauen was gebraucht wird/ nicht gebraucht wird(verzicht auf Strohhalme etc.) bis dahin, dass wir überlegen, über welchen Anbieter wir unser Spielmaterial beziehen (Spielwaren aus Naturmaterial). Gerade mit dem Neubau bzw. dem Entstehen eines gemeinsamen Zentrums steckt viel Potential für Projekte wie z.B. das Kinder gärtnern lernen mit und von Senioren etc. Umweltschutz sollte für den Neubau kein trockener Begriff sein, sondern belebt werden durch das große Potenzial, dass dieser bietet: Gemeinsamkeit!

Ich hoffe, dass ich Ihnen nahe bringen konnte, was mir am Herzen liegt und für was ich einstehen kann.

Herzliche Grüße

Simone Kunert-Kamusin

 

Antwort von Kathrin Ruf-Oesterreicher

Liebe Frau Somper,

[…]

Auf Ihre Fragen kann ich folgendes antworten:
Am meisten bin ich an der Plastikmüllvermeidung und Faire Trade interessiert.

Ich finde nicht, dass sehr wichtige andere Punkte fehlen.

Ihre Arbeit finde ich sehr wichtig. Konkrete Verbesserungsvorschläge habe ich nicht.

Herzliche Grüße
Kathrin Ruf-Oesterreicher

 

Antwort von Stefan Siegel

Hallo Elisabeth,

der Umweltschutz -die Bewahrung der Schöpfung- liegt mir schon lange am Herzen. Deshalb bin ich auch seit dem Start des Umweltteams mit dabei.

Von den Umweltleitlinien ist mir besonders der erste Punkt („Wir nehmen Rücksicht auf das Lebensrecht zukünftiger Generationen“) wichtig. Er fasst Hauptmotivation („hinterlasse eine lebenswerte Umwelt“) und Grundlage umweltgerechten Handelns („gehe nachhaltig mit Natur und Umwelt um“) zusammen.

Als Umweltteam haben wir uns bemüht, die Umweltleitlinien so aufzustellen, dass keine wesentlichen Punkte fehlen und wir der Gemeinde damit einen guten Handlungsrahmen für die Arbeit zur Bewahrung der Schöpfung geben.

Eine Maßnahme Ressourcen zu schonen, wäre z.B. verstärkt die Liederbücher statt gedruckter oder kopierter Liederzettel zu nutzen. Weiterhin wäre es wünschenswert den gefällten Baum im Kirchinnenhof zu ersetzen.

Ich wünsche uns -dem Umweltteam und der Gemeinde- viele inspirierende Ideen, damit wir einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten können.

Viele Grüße,

Stefan

 

Antwort von Alexandra Wild

Hallo Frau Somper,

ich finde es sehr schwer, mich auf einen einzigen Punkt der Umweltleitlinien zu beschränken, da für mich vieles ineinander spielt. Da Sie aber nur einen Punkt haben möchten, nenne ich Punkt 3. Denn wenn der Gedanke und das Verständnis für Nachhaltigkeit im Bewusstsein der Bürger verankert ist, dann wächst eventuell die  Bereitschaft, sich am Umweltschutz zu beteiligen. Sei es über Sparsamkeit und Effizienz oder langfristiges Denken.

Um mehr Bürger zu erreichen, wäre es toll, wenn ab und zu Berichte im Heimat-/Wochenbalatt zu lesen wären und Plakate für Veranstaltungen auch in Kindertagesstätten und Schule aufgehängt werden (denn über Eltern kann die nächste Generation „vorbereitet“ werden). Auch weitere Vorträge/Aktionen zu umweltspezifischen Themen (Energiesparmaßnahmen, Nachhaltigkeit, Fairtradekleidung, welche Pflanzen brauchen die Tiere im Garten, saisonales Kochen für Kinder, Familien, Erwachsene …) wären eine tolle Sache – für die es verständlicherweise Leute braucht, die bereit sind, ihre Zeit zu „spenden“.

Mehr fällt mir gerade spontan nicht ein.

Viele Grüße,

Alexandra Wild


Nächstes Treffen

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19:30, Ort erfragen

Donnerstag, 15. November 2018, 19:30, Ort erfragen

Dienstag, 11. Dezember 2018, 19:30, Ort erfragen

Der grüne Gockel“: Umweltgerechtes Handeln in der evangelischen Kirchengemeinde St. Matthäus

Der grüne Gockel hat einen großen Hahnentritt nach vorne getan. Der Ist-Zustand der kirchlichen Gebäude war gründlich unter die Lupe genommen und viele Daten über Verbräuche und Bestand zusammengetragen und erfasst worden. Dies bildete die Ausgangssituation und gute Grundlage für die Bewertung.

Hierfür wurden in einem Portfolio Verbesserungsmöglichkeiten eingetragen. Die beiden relevanten Gesichtspunkte hierbei waren einerseits die Umweltrelevanz und andererseits die Umsetzungsmöglichkeiten. Wichtig waren nicht nur Aspekte, die direkt auf die Umwelt einwirken, sondern es wurden auch Möglichkeiten betrachtet, die indirekte Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Aus dem Portfolio wurden 6 zentrale Aufgabenbereiche herausgearbeitet, die als Umweltprogramm inzwischen vom Kirchenvorstand verabschiedet wurden:

Die Öffentlichkeitsarbeit wird in Zukunft eine Hauptaufgabe für unser Team sein. Wir werden Veranstaltungen zu interessanten Themen anbieten, wie z. B. „Rohstoffe sparen“, oder „Umgang mit Verbrauchsmitteln“.

Weitere wichtige Aufgaben werden sein, Müll zu reduzieren und Plastikmüll gänzlich zu vermeiden. Auch die Verwendung von Produkten aus regionaler Erzeugung und „fairem Handel“ wollen wir fördern. Ebenso soll die Grundwasser- und Bodenbelastung durch Pestizide vermieden werden.

Mit dem Bau des Insektenhotels beim Sommerfest im letzten Jahr haben wir bereits einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt getan.

Doch auch das Thema „Energiesparen und Verbrauch reduzieren“ wird uns die nächsten Jahre begleiten. So wollen wir die Verbräuche analysieren und mit den bisher erfassten Daten vergleichen. Damit lassen sich interessante Rückschlüsse ziehen und konkrete Vorschläge erarbeiten, wie und wo Verbräuche zu hoch sind und mit welchen Maßnahmen Energie eingespart werden kann.

Mit der Verabschiedung des Umweltprogramms sind wir der Zertifizierung einen großen Schritt näher gekommen. Da nun eine Vielfalt von Aufgaben auf uns wartet, würden wir uns sehr über Verstärkung und Unterstützung durch weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter freuen. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, beim Umwelt-Team mitzuwirken, laden wir sie dazu ein, mitzumachen und Ihre Ideen einzubringen. Falls Sie nähere Informationen wünschen, können Sie Pfarrer Steuer ansprechen oder nehmen Sie Kontakt auf mit

Elisabeth Somper, Telefon 0911/518 85 45 oder

Stefan Siegel, stefan.siegel@arcor.de oder Telefon: 0911/4099300.

Das Umweltteam trifft sich regelmäßig einmal im Monat, die Termine sind auf der Homepage http://heroldsberg-evangelisch.de unter der Rubrik Gemeinde / Umweltteam veröffentlicht.

Elisabeth Somper

für das Umwelt-Team St. Matthäus

Stand_aktuell

Aktueller Stand: Wir sind zertifiziert!!

 


Umweltips

Anregungen, um mit einfachen Mitteln etwas für die Umwelt zu tun finden Sie auf unserer Umwelttips Seite.


„Das einzig Beständige ist der Wandel“

Wo stehen wir auf dem Weg zur Zertifizierung?

Auch wir aus dem Umweltteam sind gefordert mit sich ständig verändernden Ausgangslagen
umzugehen. Die neue Gebäudesituation stellte uns vor große Herausforderungen und es dauerte
eine Weile, bis wir mit der neuen Situation umgehen konnten. Wir standen vor der Aufgabe, die
Ausgangssituation neu zu definieren, die Ziele anzupassen, Lösungsvorschläge zu machen und nicht zuletzt wollten auch unsere Gefühle beachtet werden.

Nach dem Projektstart im Januar 2011, der Auftaktveranstaltung im Juni, der Verabschiedung der
Umweltleitlinien im Januar 2012 sind wir nun bei der Bestandsaufnahme angelangt. Der
ursprüngliche Plan mit der Gebäudesubstanz von Gemeindezentrum und Kindergarten zu beginnen
war überholt. Etwas ratlos diskutierten wir verschiedene Möglichkeiten wie es angesichts der noch
offenen Situation weitergehen könnte und vor allem, wie wir handlungsfähig bleiben könnten. Wir
beschlossen mit dem zu beginnen, was nun schon seit Jahrhunderten Bestand hat – mit Kirche und
Pfarrhaus. Im Juni begannen wir die relevanten Daten aufzunehmen. Bei der Umweltprüfung
(Bestandsaufnahme) werden unter anderem folgende Aspekte erfasst: Beschaffenheit von
Grundstück und Gebäuden, Verbrauch von Wärmeenergie, Strom, Wasser/Abwasser, Abfall,
Büroausstattung, Lärm, Mobilität, Reinigung, Kommunikation, Beschaffungswesen usw.

Den Kindergarten wollen wir insoweit in die Bestandsaufnahme einbeziehen, als wir davon ausgehen,
dass die Ergebnisse auch in Zukunft wichtig sein werden.

Sobald die Phase der Datenerhebung abgeschlossen ist, werden diese bewertet, Prioritäten
erarbeitet und ein Umweltprogramm entworfen. Erst dann kommt es zu konkreten Projekten, die
auch für die Gemeinde sichtbar sein werden.

Sybille Fenzel

 

Wünsche und Anregungen für die Umweltarbeit „Der grüne Gockel“

Im Rahmen des Auftaktgottesdienstes für das Umweltprojekt „Der Grüne Gockel“ hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit einen Baum mit grünen Blättern zu schmücken, auf denen sie Wünsche und Anregungen für die Umweltarbeit in der Kirchengemeinde geben konnten.

Viele gute Ideen und Ermunterungen wurden auf 49 Blättern notiert. Wir haben inzwischen eine Auswertung vorgenommen und wollen Ihnen das Ergebnis vorstellen. Es gibt verschiedene Themenschwerpunkte wie:

Energie / Strom (11 Wünsche) – hier wurde beispielsweise angeregt, das Licht tagsüber in der Kirche zu reduzieren, aber auch Strom von einem alternativen Stromerzeuger zu beziehen. Hier hat die Kirchengemeinde bereits einen guten Schritt getan und bezieht den Strom von „Naturstrom“.

Umweltschutz / Konsumverhalten (20 Wünsche) – viele Menschen schlagen vor, regionale Produkte zu kaufen, weniger Fleisch zu essen und biologisch angebaute Produkte zu verwenden.

Müll / Kunststoff (9 Wünsche) – der Schwerpunkt liegt hier auf der Müllvermeidung und Müllreduzierung sowie den Einsatz von Kunststoffprodukten zu verringern.

Bäume / Pflanzen / Flächenversiegelung (5 Wünsche) – hier wurde vor allem angeregt, neue Bäume zu pflanzen und Flächenversiegelungen zu vermeiden.

Auf 10 Blättern wurde für das Engagement der Kirchengemeinde und des Umweltteams gedankt und viel Glück und Erfolg zur Umweltarbeit gewünscht.

Das Umweltteam dankt sehr herzlich für die vielen Anstöße und Impulse. Wir nehmen die Ideen gerne auf und werden sie in die Arbeit des Umweltprojektes einfließen lassen.

Elisabeth Sieber, Stefan Siegel

 

 

Auftaktgottesdienst am 29. Mai 2011

Am 29. Mai 2011 wurde im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Kirchengemeinde Heroldsberg das Umweltprojekt „Grüner Gockel“ offiziell eingeführt. Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer verlieh in seiner Predigt dem Wetterhahn auf dem Kirchturm eine Stimme. Dieser Hahn erzählte von den vielen Geschehnissen, die er im Laufe der Zeit von seinem Kirchturm aus beobachtet hatte. Er konnte über manches berichten, was nicht gerade zur Verbesserung unserer Umwelt beigetragen hatte. Deshalb begrüßte der Wetterhahn das Projekt „Grüner Gockel“, das umweltgerechtes Handeln in der Gemeinde fördern will.

Nach der Predigt stellte sich das Umweltteam vor, gab einen kurzen Überblick über dasUmweltprogramm und in welchen Schritten das Projekt ablaufen wird. Ziel ist es, den Verbrauch an Ressourcen zu senken, weil wir unsere Welt unseren Nachkommen lebenswert hinterlassen wollen und die Schöpfung bewahren möchten. Mit dem Projekt „Grüner Gockel“ können wir konkret hier vor Ort etwas dazu beitragen.

Nach dem Gottesdienst hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit einen Baum mit grünen Blättern zu schmücken auf denen sie Wünsche und Anregungen für die Umweltarbeit in der Kirchengemeinde geben konnten. Neben Kaffee und Plätzchen gab es vielfältige Gelegenheiten sich anhand von Informationstafeln und anderen Informationsmaterialien über das Projekt zu informieren. Mit einem CO2-Rechner konnte man auch den eigenen ökologischen Fußabdruck anhand von persönlichen Verbrauchszahlen berechnen. Außerdem gab es Strommessgeräte, die verliehen werden konnten, um zu Hause den Stromverbrauch verschiedener Haushaltsgegenstände zu ermitteln.

Falls Sie sich angesprochen fühlen, beim Umwelt-Team mitzuwirken und Ideen einzubringen, laden wir Sie zum Mitmachen ein. Falls Sie nähere Informationen wünschen, sprechen Sie Pfarrer Firnschild-Steuer an oder nehmen Sie Kontakt auf mit Elisabeth Sieber, Telefon: 0911/518 85 45 und Stefan Siegel, stefan.siegel@arcor.de oder Telefon: 0911/4099300.

Aufruf des Umweltteams

Beim Wort genommen:
Umweltgerechtes Handeln in unserer Gemeinde –
das kirchliche Umweltmanagement

Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder? Wie können wir als Gemeinde glaubwürdiger für Umweltbelange eintreten und unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?

Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Strom, Wasser, Öl, Papier, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung der Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Eigentlich dürfen wir nur so viel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt.

Der Kirchenvorstand von St. Matthäus hat nun beschlossen, unser Handeln in der Kirchengemeinde auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken, das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken? Wie können wir unser Handeln in der Gemeinde nachhaltiger gestalten?

Wir nehmen dazu eine Anregung der Landeskirche auf, die den Prozess „Grüner Gockel“ initiiert hat, der der EMAS (Eco Management and Audit Scheme) Verordnung der EU entspricht. Die Umsetzung dieses Prozesses beinhaltet die Bestandsaufnahme unserer Gebäude, die Bilanzierung des momentanen Verbrauchs und die kontinuierliche Verbesserung in kleinen, überschaubaren Schritten, bei denen alle mithelfen können. Natürlich stehen die Nutzung und die technischen Voraussetzungen unserer Gebäude zunächst im Vordergrund, aber z.B. schon die Optimierung der Heizungsanlagenregelung kann sich für die Umwelt lohnen und zur Entlastung unseres Haushalts beitragen. Darüber hinaus geht es auch um Fragen wie: Wo kaufen wir ein? Welche Materialien verwenden wir? Bieten unsere Gemeindeflächen Möglichkeiten naturnaher Gestaltung? Ist das Thema „Umweltgerechtes Verhalten“ in unseren Gruppen und Veranstaltungen ausreichend verankert?

Nach ca. eineinhalb Jahren wollen wir das Ziel – die Zertifizierung mit dem „Grünen Gockel“ – erreicht haben. Damit auch nach außen hin sichtbar wird: Wir sind eine umweltfreundliche Kirchengemeinde! Viel wichtiger aber ist, dass wir als Kirche glaubwürdig und nachweisbar sagen können: wir nehmen unseren Auftrag, Gott den Schöpfer zu ehren und seine Schöpfung zu erhalten ernst und tun das uns mögliche dafür.

Um diese Fragen anzugehen und die Umweltarbeit innerhalb der Gemeinde voranzubringen, hat sich ein Umweltteam gebildet. Gemeinsam möchten wir im ersten Schritt Visionen und Ideen entwickeln, die das umweltgerechte Handeln in unserer Gemeinde fördern. Diese wollen wir dann nach und nach in kleinen Schritten umsetzen. Auf dem Weg zum grünen Gockel werden wir von der Landeskirche in vielfältiger Weise unterstützt und begleitet.

Zum Auftaktgottesdienst am 29.5.2011 um 10.00 Uhr laden wir herzlich ein!

Stefan Siegel

Für das Umweltteam suchen wir noch engagierte MitstreiterInnen, die St. Matthäus auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Gemeinde begleiten. Es sind sowohl Ihre Ideen und ggf. Ihr Wissen gefragt, als auch Ihre Tatkraft bei der Durchführung und praktischen Umsetzung des Umweltmanagementsystems „Grüner Gockel“. Wir freuen uns auf Sie!

Falls Sie nähere Informationen wünschen, sprechen Sie Pfarrer Steuer an oder nehmen Sie Kontakt auf unter: stefan.siegel@arcor.de bzw. Tel.: 0911/4099300.