Die Umweltleitlinien beschreiben in einem allgemein gehaltenen Rahmen die Ziele der Umweltarbeit unserer Gemeinde. Der Kirchenvorstand hat in seiner Sitzung vom 13. Februar 2012 die Umweltleitlinien verabschiedet. Sie bilden die Basis für unsere weitere Arbeit.
24. Mail 2012, 19:30 Uhr im Gemeindezentrum
Thema: Bestandsaufnahme, Kriterienkatalog f. Umweltaspekte
weitere Termine:
21. Juni 2012, 19. Juli 2012 jeweils 19:30 Uhr im Gemeindezentrum
Im Rahmen des Auftaktgottesdienstes für das Umweltprojekt „Der Grüne Gockel“ hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit einen Baum mit grünen Blättern zu schmücken, auf denen sie Wünsche und Anregungen für die Umweltarbeit in der Kirchengemeinde geben konnten.
Viele gute Ideen und Ermunterungen wurden auf 49 Blättern notiert. Wir haben inzwischen eine Auswertung vorgenommen und wollen Ihnen das Ergebnis vorstellen. Es gibt verschiedene Themenschwerpunkte wie:
Energie / Strom (11 Wünsche) – hier wurde beispielsweise angeregt, das Licht tagsüber in der Kirche zu reduzieren, aber auch Strom von einem alternativen Stromerzeuger zu beziehen. Hier hat die Kirchengemeinde bereits einen guten Schritt getan und bezieht den Strom von „Naturstrom“.
Umweltschutz / Konsumverhalten (20 Wünsche) – viele Menschen schlagen vor, regionale Produkte zu kaufen, weniger Fleisch zu essen und biologisch angebaute Produkte zu verwenden.
Müll / Kunststoff (9 Wünsche) – der Schwerpunkt liegt hier auf der Müllvermeidung und Müllreduzierung sowie den Einsatz von Kunststoffprodukten zu verringern.
Bäume / Pflanzen / Flächenversiegelung (5 Wünsche) – hier wurde vor allem angeregt, neue Bäume zu pflanzen und Flächenversiegelungen zu vermeiden.
Auf 10 Blättern wurde für das Engagement der Kirchengemeinde und des Umweltteams gedankt und viel Glück und Erfolg zur Umweltarbeit gewünscht.
Das Umweltteam dankt sehr herzlich für die vielen Anstöße und Impulse. Wir nehmen die Ideen gerne auf und werden sie in die Arbeit des Umweltprojektes einfließen lassen.
– Elisabeth Sieber, Stefan Siegel
Auftaktgottesdienst am 29. Mai 2011
Am 29. Mai 2011 wurde im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Kirchengemeinde Heroldsberg das Umweltprojekt „Grüner Gockel“ offiziell eingeführt. Pfarrer Klaus Firnschild-Steuer verlieh in seiner Predigt dem Wetterhahn auf dem Kirchturm eine Stimme. Dieser Hahn erzählte von den vielen Geschehnissen, die er im Laufe der Zeit von seinem Kirchturm aus beobachtet hatte. Er konnte über manches berichten, was nicht gerade zur Verbesserung unserer Umwelt beigetragen hatte. Deshalb begrüßte der Wetterhahn das Projekt „Grüner Gockel“, das umweltgerechtes Handeln in der Gemeinde fördern will.
Nach der Predigt stellte sich das Umweltteam vor, gab einen kurzen Überblick über dasUmweltprogramm und in welchen Schritten das Projekt ablaufen wird. Ziel ist es, den Verbrauch an Ressourcen zu senken, weil wir unsere Welt unseren Nachkommen lebenswert hinterlassen wollen und die Schöpfung bewahren möchten. Mit dem Projekt „Grüner Gockel“ können wir konkret hier vor Ort etwas dazu beitragen.
Nach dem Gottesdienst hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit einen Baum mit grünen Blättern zu schmücken auf denen sie Wünsche und Anregungen für die Umweltarbeit in der Kirchengemeinde geben konnten. Neben Kaffee und Plätzchen gab es vielfältige Gelegenheiten sich anhand von Informationstafeln und anderen Informationsmaterialien über das Projekt zu informieren. Mit einem CO2-Rechner konnte man auch den eigenen ökologischen Fußabdruck anhand von persönlichen Verbrauchszahlen berechnen. Außerdem gab es Strommessgeräte, die verliehen werden konnten, um zu Hause den Stromverbrauch verschiedener Haushaltsgegenstände zu ermitteln.
Falls Sie sich angesprochen fühlen, beim Umwelt-Team mitzuwirken und Ideen einzubringen, laden wir Sie zum Mitmachen ein. Falls Sie nähere Informationen wünschen, sprechen Sie Pfarrer Firnschild-Steuer an oder nehmen Sie Kontakt auf mit Elisabeth Sieber, Telefon: 0911/518 85 45 und Stefan Siegel, stefan.siegel@arcor.de oder Telefon: 0911/4099300.
Beim Wort genommen:
Umweltgerechtes Handeln in unserer Gemeinde -
das kirchliche Umweltmanagement
Was bedeutet unser heutiges Handeln für die Generation unserer Kinder? Wie können wir als Gemeinde glaubwürdiger für Umweltbelange eintreten und unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren noch ernster nehmen?
Wir verbrauchen in unserer Gemeinde Strom, Wasser, Öl, Papier, erzeugen Abfall und Abwasser und tragen zur bedrohlichen Erwärmung der Erde bei. Zugleich ist uns wichtig, die Schöpfung Gottes zu bewahren und die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten. Eigentlich dürfen wir nur so viel verbrauchen, wie wir auch wieder neu erzeugen oder es sich selbst regenerieren kann. In den letzten Jahren sind diese Gedanken immer mehr in den Vordergrund gerückt.
Der Kirchenvorstand von St. Matthäus hat nun beschlossen, unser Handeln in der Kirchengemeinde auf den Prüfstand zu stellen und sich konsequent um Verbesserung zu bemühen. Wie können wir den Verbrauch an Ressourcen senken, das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung stärken? Wie können wir unser Handeln in der Gemeinde nachhaltiger gestalten?
Wir nehmen dazu eine Anregung der Landeskirche auf, die den Prozess „Grüner Gockel“ initiiert hat, der der EMAS (Eco Management and Audit Scheme) Verordnung der EU entspricht. Die Umsetzung dieses Prozesses beinhaltet die Bestandsaufnahme unserer Gebäude, die Bilanzierung des momentanen Verbrauchs und die kontinuierliche Verbesserung in kleinen, überschaubaren Schritten, bei denen alle mithelfen können. Natürlich stehen die Nutzung und die technischen Voraussetzungen unserer Gebäude zunächst im Vordergrund, aber z.B. schon die Optimierung der Heizungsanlagenregelung kann sich für die Umwelt lohnen und zur Entlastung unseres Haushalts beitragen. Darüber hinaus geht es auch um Fragen wie: Wo kaufen wir ein? Welche Materialien verwenden wir? Bieten unsere Gemeindeflächen Möglichkeiten naturnaher Gestaltung? Ist das Thema „Umweltgerechtes Verhalten“ in unseren Gruppen und Veranstaltungen ausreichend verankert?
Nach ca. eineinhalb Jahren wollen wir das Ziel – die Zertifizierung mit dem „Grünen Gockel“ – erreicht haben. Damit auch nach außen hin sichtbar wird: Wir sind eine umweltfreundliche Kirchengemeinde! Viel wichtiger aber ist, dass wir als Kirche glaubwürdig und nachweisbar sagen können: wir nehmen unseren Auftrag, Gott den Schöpfer zu ehren und seine Schöpfung zu erhalten ernst und tun das uns mögliche dafür.
Um diese Fragen anzugehen und die Umweltarbeit innerhalb der Gemeinde voranzubringen, hat sich ein Umweltteam gebildet. Gemeinsam möchten wir im ersten Schritt Visionen und Ideen entwickeln, die das umweltgerechte Handeln in unserer Gemeinde fördern. Diese wollen wir dann nach und nach in kleinen Schritten umsetzen. Auf dem Weg zum grünen Gockel werden wir von der Landeskirche in vielfältiger Weise unterstützt und begleitet.
Zum Auftaktgottesdienst am 29.5.2011 um 10.00 Uhr laden wir herzlich ein!
– Stefan SiegelFür das Umweltteam suchen wir noch engagierte MitstreiterInnen, die St. Matthäus auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Gemeinde begleiten. Es sind sowohl Ihre Ideen und ggf. Ihr Wissen gefragt, als auch Ihre Tatkraft bei der Durchführung und praktischen Umsetzung des Umweltmanagementsystems „Grüner Gockel“. Wir freuen uns auf Sie!
Falls Sie nähere Informationen wünschen, sprechen Sie Pfarrer Steuer an oder nehmen Sie Kontakt auf unter: stefan.siegel@arcor.de bzw. Tel.: 0911/4099300.