
Wann: Sa., den 8. Mai 2010, 10.00 – 15.00 Uhr
Wo: Gemeindezentrum Heroldsberg, Spindäcker Str. 6
für wen?: Kinder von 5 bis 10 Jahren
Anmeldung im evang. Pfarramt bis 6. Mai, Tel.: 518 06 59
Kostenbeitrag: 3.- €
Herzlichen Einladung zu einem Film- und Informationsabend über Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, Montag, 3. Mai, 20 Uhr im evang. Gemeindezentrum!

Die Herrnhuter Losungen als tägliche Bibellese und Grundlage für die Meditation sind für viele evangelische Christen nicht wegzudenken. Lieder wie „Herz und Herz vereint zusammen“ oder „Jesu, geh voran“ gehören zu unserem Liedschatz. Kennen wir aber auch den, von dem dieser Schatz stammt? Was wissen Sie von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf?
Zinzendorf gehört zu den bekanntesten und originellsten Persönlichkeiten des Pietismus im 18. Jahrhundert. Auf seinem Gut Berthelsdorf in der Oberlausitz nahm er 1722 Glaubensflüchtlinge aus Mähren auf, Nachkommen der alten böhmisch-mährischen Brüder-Unität, die im habsburgischen Reich ständigen Verfolgungen ausgesetzt waren. Sie gründeten in Zinzendorfs Herrschaftsbereich die Siedlung Herrnhut, die regen Zuzug aus Böhmen und Mähren, aber auch aus Deutschland hatte. Unter der Leitung Zinzendorfs fanden sich hier überzeugte Christen aus verschiedenen Konfessionen zu einer Lebens-und Glaubensgemeinschaft zusammen. So entstand die »Herrnhuter Brüdergemeine«, die viele Traditionen der alten Brüder-Unität bewahrte.
Zinzendorf gehörte als Reichsgraf zum höchsten europäischen Adel, als Christ und Bruder stellte er sich mit Bauern und Handwerkern auf eine Stufe. Er wollte die Standes- wie die Konfessionsgrenzen überwinden, er setzte sich ein für die Gleichstellung der Frauen in der Gemeine – gedankliche Anstöße, die in seiner Zeit revolutionär wirkten. Von seinen Zeitgenossen wurde er zum Teil heftig angegriffen, andere, wie z.B. Herder und Goethe, bewunderten und verehrten ihn. Grund genug, sich anlässlich seines 250. Todestages etwas genauer mit ihm zu beschäftigen.

Im Jahr 2010 jährt sich zum 450. Mal der Todestag des europaweit bekannten Reformators Philipp Melanchthon (1497–1560). Mit 21 war er bereits Professor für griechische Literatur in Wittenberg, er blieb aber zeitlebens weit über das eigene Fach hinaus aktiv in Fragen des Humanismus, des Bildungswesens, der Theologie und der Astronomie. Auch in Nürnberg hat Melanchthon, der enge Freund und Mitarbeiter Martin Luthers, seine Spuren hinterlassen. Hier entwickelte er im Auftrag des Rates der Stadt einen neuen Schultyp und gründete am Egidienplatz mit der „Oberen Schule“ das erste Gymnasium Deutschlands. Hier wirkte er als Schlichter im Streit zwischen der Äbtissin Caritas Pirckheimer und dem Rat der Stadt. Und so setzten ihm die Nürnberger sowohl am Egidienberg als auch an der Sebalduskirche ein Denkmal. Die Bilder von Martin Luther und Philipp Melanchthon, die ursprünglich in unserer St. Matthäus Kirche ihren Platz hatten, hängen nun schon seit einigen Jahr im Pfarrhaus und grüßen die Besucher.
Das Jubiläumsjahr haben wir zum Anlass genommen, nicht nur einen Gedenkgottesdienst zu feiern, sondern auch durch ein kleine Ausstellung über sein Leben zu informieren. Die Plakate über die Lebensstationen Melanchthons finden Sie bis zum 11. Juli im Turmraum unserer Kirche. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!
Leider haben wir es aufgrund des starken Frostes vor Weihnachten nicht mehr geschafft, noch im alten Jahr – vor allem in der Weihnachtszeit – unsere Kirche noch heller erstrahlen zu lassen. Doch jetzt ist es geschafft. Der Kirchenvorstand hat sich noch im vergangenen Jahr mit der Beleuchtungssituation unserer Kirche beschäftigt. Der Kirchturm war ja, auch auf Wunsch und mit finanzieller Unterstützung durch die Marktgemeinde, in der Advents- und Weihnachtszeit beleuchtet. Allerdings waren wir mit der Beleuchtung nicht ganz zufrieden. Die Turmspitze und der wunderschöne Ostchor blieben im Dunkeln. Das wollte der Kirchenvorstand ändern, schließlich ist unser Gotteshaus auch ein besonders schönes Denkmal unseres Ortes.
Nach einem Ortstermin mit Lichtberater Faatz aus Eckental, hat der Kirchenvorstand ein neues Beleuchtungskonzept für unsere Kirche beschlossen. Die alten Scheinwerfer für die Turmbeleuchtung wurden entfernt und durch lichtstärkere und energiesparendere Strahler ersetzt. Die neuen Strahler schicken ihr Licht nun bis zum Wetterhahn. Außerdem sind zwei zusätzliche Strahler an der Kirchenmauer angebracht, die den Ostchor und den alten Treppenaufgang auf der Nordseite beleuchten.
Jedes Wochenende (Samstag und Sonntag) erstrahlt nun unsere St. Matthäus Kirche und erinnert auch im Dunkeln an Baufertigkeit und die Glaubenskraft unserer Vorväter und -mütter. Wir meinen, es ist eine lohnende Investition, die uns durchaus anregen will, auch unseren Beitrag für die Kirche zu leisten oder wieder neu die Kirche und ihre Botschaft in den Blick zu nehmen!
Klaus Firnschild-Steuer
„Zum Glück gibt’s Engel“
Eine Komödie in 2 Akten von Ingrid Minke
Inhalt: Bernhard ist fast am Ziel seiner Träume: Am nächsten Tag will er sich mit Susi, seiner Geliebten, und den unterschlagenen Gesellschaftergeldern in die Karibik absetzen. Der Betrugsverdacht würde zwangsläufig auf seinen Angestellten Dirk fallen. Doch dieser Plan ruft Dirks verstorbenen Vater Gottlieb in Gestalt eines Engels auf die Erde zurück.
Mitwirkende: Gerhard Friedrich, Ralf Zierold, Diana Schmidt,
Alexander Grönhardt, Kerstin Kellner, Anja Sperschneider
Fr. 30.04.10 um 20.00 Uhr
Fr. 07.05.10 um 20.00 Uhr
Sa. 08.05.10 um 20.00 Uhr
Gemeindezentrum, Spindäckerstr. 6, Heroldsberg
Preis: Erwachsene 5,- und Ermäßigt 4,- Euro
Vorverkauf ab 6. April bei:
Verlag G. Köhn, Hans-Sachs-Str. 3, Heroldsberg T. 5180893 oder K. Kellner T. 5180936